Welcher Zusammenhang besteht zwischen Sonne und Medikamenteneinnahme?
Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker wenn Sie Medikamente einnehmen, ob diese die Lichtempfindlichkeit steigern. Einige Medikamente (Steroide, Hormone) führen insbesondere zur Überpigmentierung, die durch Sonnenstrahlen verstärkt werden. Ein typisches Beispiel dafür ist die Anti-Babypille: In Verbindung mit Sonnenstrahlen entstehen braune Flecken. Die gleichen Pigmentstörungen können auch während einer Schwangerschaft auftreten.
Andere Medikamente (Antibiotika – z.B. Tetrazykline –, Beruhigungstabletten, Antiseptika, Antidiabetika) erhöhen die Gefahr eines Sonnenbrandes.
Antihistaminika, also Medikamente, mit denen man Allergien behandelt, können " photoallergischen Reaktionen" in Form von flächigen Hautausschlägen hervorrufen.
Viele Medikamente wirken phototoxisch, das heißt, sie sensibilisieren die Haut gegenüber Sonneneinstrahlung. Kommt es nach der Einnahme einer solchen Substanz zur Sonneneinstrahlung, so kann es zu den folgenden Symptomen kommen
- Erythem – Hautrötung; kann sofort auftreten oder verzögert nach wenigen Tagen
- Starker Sonnenbrand
- Lichenoide Reaktionen – Hautveränderungen ähnlich denen einer Flechte
- Lupoide Reaktionen – Hautveränderungen ähnlich denen eines Lupus erythematoides (Autoimmunerkrankung)
- Photoonycholyse – Ablösung der Nagelplatte
- Pseudoporphyrie – chronische erhöhte Verletzlichkeit der Haut, die mit Blasenbildung einhergehen kann
- Purpura (Hautblutungen)
- Pustelbildung unterhalb der Kornea (Hornhaut)
- Maligne Hauttumore können nach langjähriger Therapie mit phototoxischen Medikamenten entstehen
- Veränderte Pigmentierung der Haut
Zu den Medikamenten, die phototoxisch wirken können, zählen unter anderem
- Antiarrhythymika – Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen wie beispielsweise Amiodaron oder Nifedipin
- Antibiotika – Medikamente, die bei bakteriellen Infektionen verordnet werden wie beispielsweise Ciprofloxacin, Flurochinolone, Psoralene, Tetracyclin, Doxycyclin etc.
- Antidepressiva – Medikamente, die gegen Depressionen wirken wie beispielsweise Amitriptylin oder Desipramin
- Antiepileptika – Medikamente, die bei Krampfanfällen eingesetzt werden wie beispielsweise Carbamazepin oder Phenytoin
- Antihistaminika – Medikamente, die bei allergischen Reaktionen eingesetzt werden wie beispielsweise Laratardin
- Antihypertensiva – Medikamente gegen Bluthochdruck wie beispielsweise Ramipril
- Diuretika – entwässernde Medikamente wie beispielsweise Furosemid oder Amilorid
- Hormone wie beispielsweise Östrogene oder Kortison
- Lipidsenker (Fettsenker) wie Simvastatin
- Neuroleptika – Medikamente, die bei psychiatrischen Erkrankungen wie Psychosen eingesetzt werden; dazu zählt unter anderem Chlorpromazin oder Haloperidol
- Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) – Medikamente wie Diclofenac oder Ibuprofen, die zur Schmerzlinderung eingesetzt werden
- Zytostatika – Medikamente wie Methotrexat oder Azathioprin, die bei maligen (bösartigen) Tumoren eingesetzt werden
Außer Medikamenten gibt es noch andere Substanzen, die die Lichtempfindlichkeit steigern. Solche Substanzen sind Saccharin, Zitronen- oder Limonenöl sowie bestimmte Farb- und Duftstoffe.
Vermeiden Sie Düfte, die Bergamotte- oder Zitronenöl enthalten, da sie unter UV-Einwirkung braune Flecke auf der Haut verursachen können.
Was kann man gegen eine unerwünschte Pigmentierung tun?
Fragen Sie dazu Ihren behandelnden Arzt. Generell gilt: Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor anwenden!
Durch Exfoliation beziehungsweise Peeling wird die Hauttönung gleichmäßiger, weil überschüssige Hautschüppchen von der Oberfläche entfernt werden. Verwenden Sie ein deckendes Make-up, das als mechanischer Sonnenblocker dient und Unregelmäßigkeiten des Hauttons kaschiert.
Behandlung von Pigmentstörungen













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