Sonnenschutz
Der wichtigste Schutz vor Hautalterung

Sonnenstrahlen oder entsprechende künstliche Strahlen (Solarien) beschleunigen den Alterungsprozess der Haut. Für die Hautalterung durch Licht werden die UV-A- beziehungsweise UV-B-Anteile des Sonnenlichtes verantwortlich gemacht.     

Diese führen zu Veränderungen von Struktureiweißen (Kollagen, Elastin), Bindegewebszellen sowie Enzymen, das sind Stoffwechselbeschleuniger. Neben den Hautschäden treten häufig Pigmentstörungen und chronisch degenerative Veränderungen auf. Ebenfalls wird die Entstehung der chronischen Dermatitis actinica (UV-strahlenbedingte Hautentzündung) begünstigt.  

Bräunung führt bei Personen mit heller Haut zu einer Wirkung wie die Verwendung eines Sonnenschutzmittels (Sonnencreme) mit einem Lichtschutzfaktor von 2-3. Dieses kann zwar das Auftreten von Sonnenbränden verzögern, bietet aber keinen Schutz gegen Mutationen (dauerhafte Veränderungen des Erbgutes).

Bereits geringe Dosen von UV-Strahlung führen zu Mutationen der Haut, d. h. Sonnenbrände sind nicht für die Entstehung von Hautkrebs notwendig!

Die UV-Lichtexposition ist somit ein wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung von nicht-melanozytärem Hautkrebs (Non-Melanoma Skin Cancer, NMSC), d.h. im Wesentlichen Basalzellkarzinom (BZK; Basaliom) und Plattenepithelkarzinom der Haut, führt aber auch zum malignen Melanom (schwarzer Hautkrebs). 
Das Basalzellkarzinom und das maligne Melanom sind vor allem mit intermittierender Sonnenexposition und Sonnenbränden assoziiert, während beim Plattenepithelkarzinom die lebenslang erworbene kumulative UV-Dosis bedeutsam ist.

Laut einer australischen Studie führte die jahrelange Anwendung von Sonnenschutzmitteln zu einer Senkung des Risikos für Melanome und Plattenepithelkarzinome der Haut um ca. 50 %, das Risiko für Basalzellkarzinome wurde allerdings nicht beeinflusst [1, 2]. 

Zinkoxid-Nanopartikel aus Sonnencremes
 können vermutlich keine Hautschäden auslösen. In einer Studie ließen sich selbst nach mehrfachem stündlichem oder täglichem Auftragen keine erhöhten Zinkoxidwerte jenseits der Hornschicht nachweisen [3]

Achtung!
Wärme, Feuchtigkeit und UV-Strahlen stimulieren Akne. Die Talgproduktion und das Pellen der Haut werden angeregt, sodass die Poren verstopfen.

L
iteratur
  1. Green AC, Williams GM, Logan V et al.: Reduced melanoma after regular sunscreen use: randomized trial follow-up. J Clin Oncol. 2011 Jan 20;29(3):257-63. doi: 10.1200/JCO.2010.28.7078.
  2. Pols JC van der, Williams GM, Pandeya N et al.: Prolonged prevention of squamous cell carcinoma of the skin by regular sunscreen use. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 2006 Dec;15(12):2546-8.
  3. Mohammed YH et al.: Support for the Safe Use of Zinc Oxide Nanoparticle Sunscreens: Lack of Skin Penetration or Cellular Toxicity after Repeated Application in Volunteers. JID 2019;139(2):308–315, ​​​​​​​https://doi.org/10.1016/j.jid.2018.08.024
     
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