Laser-Skin-Resurfacing-Therapie

Die Laser-Skin-Resurfacing-Therapie (Laser Skin Resurfacing) ist ein Verfahren zur Entfernung von oberflächlichen Hautunreinheiten und Alterserscheinungen. Insbesondere Falten können sehr gut behandelt werden. Die Laser-Skin-Resurfacing-Therapie ist eine physikalische Peeling-Methode (= physikalisches Peeling) und macht sich die sehr wirkungsvollen Eigenschaften des Lasers zunutze. Ein Laser erzeugt gebündeltes, monochromatisches (einfarbiges Licht bzw. Licht mit einer definierten Wellenlänge), energiereiches Licht, das mit hoher Intensität präzise fokussiert werden kann. Die Abtragung der oberflächlichen Hautschichten mithilfe des Lasers dient der anschließenden Reepithelialisierung (Neubildung der Hautoberfläche) und somit dem Ziel, die Haut zu verjüngen und das Hautbild zu verbessern.

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  • Aknenarben – bei: Acne vulgaris, Acne comedonica, Acne excoriee
  • aktinisch (licht) geschädigte Haut – Präkanzerosen (Krebsvorstufen)
  • Aktinische Keratose – Veränderung der Haut, die auf lichtgeschädigter Haut auftritt. Sie kann die Vorstufe zu einem Plattenepithelkarzinom der Haut darstellen, weshalb man sie zu den Präkanzerosen (Krebs-Vorstufen; KIN (keratinocytic intraepidermal neoplasia)) zählt.
  • Elastose – Degeneration der elastischen Fasern der Haut, die im Alter auftritt.
  • Falten – oberflächliche, feine Falten z. B. im Bereich der Augenlider oder perioral (Lachfalten um den Mund)
  • farblose Muttermale
  • Komedonen (Mitesser)
  • Lentigines senilis (Altersflecken)
  • Präkanzerosen (Hautkrebsvorstufen)
  • Pigmentflecken
  • postoperative Narben im Gesicht
  • seborrhoische Keratose (Alterswarzen)
  • Syringome – benigne (gutartige) Tumoren der Schweißdrüsenausführungsgänge
  • Verrucae vulgaris (Warzen)
  • Xanthelasmen – Gelbliche, erhabene Platten im Gewebe des Ober- und Unterlids, die Cholesterin enthalten und häufig bei Fettstoffwechselstörungen auftreten.

Vor der Behandlung

Zu Beginn ist ein ausführliches Anamnesegespräch (Patientenvorgeschichte) notwendig. Erfragt werden sollte, ob der Patient zu Keloiden (überschießende Narbenbildung) oder Pigmentstörungen neigt. 
Vor der Behandlung sollte der Patient für die Dauer von sieben bis zehn Tagen weder 
Acetylsalicylsäure (ASS) noch Schlafmittel oder Alkohol zu sich nehmen. Acetylsalicylsäure und auch andere Schmerzmittel verzögern die Blutgerinnung.
Raucher sollten vier Wochen vor der Behandlung beginnen, den Nikotinkonsum so stark wie möglich zu verringern, um Wundheilungsstörungen zu vermeiden.

Die Operationsverfahren

Für die Laser-Skin-Resurfacing-Therapie werden generell zwei unterschiedliche Laser verwendet. Beiden ist gemeinsam, dass sie die durch ihre Energieeinwirkung das Gewebe schonend abtragen.

  • CO2-Laser – Der sogenannte ultragepulste Kohlendioxid-Laser hat eine Eindringtiefe von ca. 40-100 μm und strahlt Infrarot-Licht aus. Die Eigenschaften dieses Lasers führen zu einer kontrollierten thermischen Wirkung auf das Gewebe, die mit der Laserpulszahl steigt. Der CO2-Laser wirkt vaporisierend (verdampfend) ohne Blutungen zu verursachen.
  • Erbium-Yag-Laser (Synonym: Er:Yag-Laser) – Dieser Infrarot-Laser hat eine Gewebeeindringtiefe von 10-50 μm und führt im Gegensatz zum CO2-Laser nicht zu einer Hitzewirkung. Seine Wirkung auf das Gewebe ist eher ablativ (ablösend).
  • Gerätekombinationen – Um die Eigenschaften beider Laser zu vereinen, werden kombinierte Laser-Systeme angeboten.
  • Duale Er:Yag-Laser-Systeme – Einige Geräte besitzen diesen Lasertyp mit seiner ablativen Wirkung in Kombination mit einem thermischen Modus.

Die verwendete Laserstrahlung wird bei diesem modernen Verfahren gezielt auf das zu entfernende Hautareal ausgerichtet. Durch die hohe Präzision der verwendeten Laser lässt sich millimetergenau der Bereich der Haut entfernen, der als störend empfunden wird, ohne die darunter liegenden Hautschichten zu verletzten. Das Verfahren ist vielfältig einsetzbar und ist aufgrund seiner Präzision sehr gut im Gesichtsbereich anwendbar. Die Laser-Skin-Resurfacing-Therapie hat folgende Effekte auf die Haut:

  • Gewebeablation – Durch das Abtragen der obersten Hautschicht kommt es zu einer Verfeinerung des Hautbildes und zu einer Faltenreduktion.
  • Kollagenshrinking – Die Kollagenfasern ziehen sich zusammen und bewirken eine Straffung des Gewebes.
  • Kollagenneosynthese – Der Eingriff mit dem Laser stimuliert die Neubildung des Strukturproteins Kollagen und bewirkt die Regeneration der Haut.

Die Behandlung wird ambulant unter Betäubung und somit völlig schmerzfrei durchgeführt. Je nach Ausdehnung des zu behandelnden Areals wird entweder eine Lokalanästhesie, eine Nervenblockade oder eine Intubationsnarkose durchgeführt. Die Therapie lässt sich problemlos wiederholen, wenn bei der Erstbehandlung kein ausreichendes Ergebnis erzielt wurde.

Nach der Behandlung

Im Anschluss an die Laser-Skin-Resurfacing-Therapie wird der Patient antibiotisch und antiviral (medikamentöse Behandlung gegen Viren und Bakterien) behandelt. Salben und Verbände schützen die frisch behandelte Haut. Im weiteren Verlauf sollte der Patient auf einen sehr guten Sonnenschutz achten.

Ihr Nutzen

Mit der Laser-Skin-Resurfacing-Therapie steht Ihnen ein modernes Verfahren zur Entfernung Ihrer störenden Hautveränderungen zur Verfügung. Durch das Kollagenshrinking und die anschließende Regeneration während der Kollagenneosynthese werden die tieferen Gewebeschichten gestrafft und die Haut wirkt wieder elastischer und jünger. Mit Hilfe dieses Eingriffs werden Ihre störenden Hautveränderungen wirkungsvoll entfernt und Ihre Lebensqualität und Ihr Wohlbefinden wieder hergestellt.

Literatur

  1. Herrmann K, Trinkkeller U: Dermatologie und medizinische Kosmetik: Leitfaden für die kosmetische Praxis. Springer Verlag 2006
  2. Berger A: Plastische Chirurgie: Grundlagen, Prinzipien, Techniken; Moderne Plastische Chirurgie: Band 1. Springer Verlag 2002
  3. Krutmann J, Diepgen TL: Hautalterung: Grundlagen, Prävention, Therapie. Springer Verlag 2003
     
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