Tätowierungsentfernung

Bei Tätowierungen beziehungsweise Permanent-Tattoos wird Farbe, die der Körper nicht auflösen kann, in untere Hautschichten eingebracht, sodass sie dann durch die Oberhaut hindurchschimmern.

Das Wort „Tätowierung“ stammt ursprünglich aus Tahiti von dem Wort
 „tatau“  was so viel bedeutet wie „kunstvoll hämmern“. Heutzutage wird die Farbe mittels Nadeln in die Haut eingebracht.

Folgende Tätowierungsarten sind bekannt: 

  • Laien-Tätowierung
  • Profi-Tätowierung
  • Kosmetische Tätowierungen  sogenanntes Permanent Make-up
  • Schmutztätowierungen  nach Unfall oder Verletzung

Nicht selten entsteht der Wunsch, eine Tätowierung wieder zu entfernen. Dafür gibt es mittlerweile zahlreiche Techniken und Methoden.

Therapie

Tätowierungsentfernung kann mittels Dermabrasion und Lasertherapie vorgenommen werden.

Bei der Dermabrasion werden die Hautschichten mechanisch abgetragen. Eine Narbenbildung ist hierbei möglich. 
Eine weitere Möglichkeit besteht in der operativen Entfernung der eingefärbten Hautschichten. 
Dies kann eine Hauttransplantation notwendig machen und hinterlässt unschöne Narben.

Alle Tätowierungsarten lassen sich im Regelfall auch erfolgreich durch Lasertherapie entfernen. 

Die Energie des Lasers ermöglicht es, dass die subkutanen ("unter der Haut") Farbpigmente der Tätowierung in winzige Partikel zerfallen und dann von den körpereigenen Gewebezellen aufgenommen und abtransportiert werden.

Die Laserbehandlung ist oftmals am einfachsten bei den Laientätowierungen. Dennoch können gerade bei diesen Laien-Tattoos Probleme auftreten, wenn die Farbe zu tief in die Haut gestochen wurde.
Auch Profitätowierungen benötigen in der Regel mehrere Laserbehandlungen, da die Farbpigmentdichte hoch ist und die Farbmischungen kompliziert sind.

Folgende Laser können verwendet werden:

  • CO2-Laser
  • Argonlaser
  • Kryptonionenlaser
  • Nd:Yag-Laser
  • Rubinlaser

Die Behandlung wird ambulant durchgeführt und der Erfolg ist sofort sichtbar.

Nach der Behandlung

  • Die durch die Lasertherapie entstehenden oberflächlichen Hautläsionen sollten mit einer dexapanthenolhaltigen Salbe nachbehandelt werden. Nach fünf Tagen sind die Wunden so fast vollständig reepithelisiert.

Weitere Hinweise

  • Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, dass bei einer Rubinlaserbehandlung Spaltprodukte des kupferhaltigen Pigments Phthalocyanin-Blau entstehen, wie diese beim Tätowieren verwandt werden. Dabei entstehen unter anderem 1,2-Benzendicarbonitril, Benzonitril, Benzol sowie Blausäure. Diese in wässriger Suspension entstehenden Stoffe liegen in Konzentration vor, die hoch genug wären, in der Haut Zellschäden zu verursachen [1].

Literatur

  1. Schreiver I et al.: Formation of highly toxic hydrogen cyanide upon ruby laser irradiation of the tattoo pigment phthalocyanine blue. doi:10.1038/srep12915
     
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